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Claudia Kuntze informiert

 

Rede zum Neujahrsempfang am 6. Januar 2008
von Ortsbürgermeisterin Claudia Kuntze

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
seien Sie alle sehr herzlich willkommen zu unserem Neujahrsempfang 2008 hier im Rathaussaal.

Mein ganz besonderer Gruß gilt den bisherigen Preisträgern unserer Ehrennadel, Herrn Bürgermeister Zimmer und den Herren Ackermann und Fink von der Presse.

„Wirklich schon wieder ein Jahr?“
Dieser Liedtext von Reinhard Mey ist mir unwillkürlich eingefallen, als ich mich auf den heutigen Tag vorbereitet habe. Doch es sind tatsächlich schon fast 12 Monate seit unserem letzten Zusammentreffen in diesem Raum vergangen.

Und es ist durchaus ein ereignisreiches Jahr gewesen, auf das wir zurückblicken können.

So war zu Jahresbeginn 2007 unser Dorf noch wesentlich durch die Großbaustelle des Abwasserwerkes in der Hauptstraße betroffen. Diese Maßnahme konnte dann im April abgeschlossen werden, nachdem es sich im Februar doch zeigte, dass es sinnvoll wäre, auch den Bürgersteig vollständig zu erneuern. Es war kein gerader Weg bis dorthin. Aber, wenn man sich das Straßenstück jetzt ansieht, kann man nur begrüßen, dass es so ordentlich hergerichtet wurde. Auch konnte erreicht werden – mehr wurde leider nicht genehmigt - dass wenigstens auf dem kurzen und auch engsten Stück in der Hauptstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometer eingerichtet wurde. Ich appelliere an alle Autofahrer diese Regelung auch zu befolgen, damit es dort sicherer wird. Nachdem dann die Piktogramme auch noch aufgetragen wurden, ist die Regelung auch für alle klarer erkennbar.

Erheblich zu einer guten Lebensqualität bei uns trägt auch unsere Kindertagesstätte bei. Es ist daher erfreulich, dass wir jetzt durch die Änderung der Betriebserlaubnis im Mai 2007 die Möglichkeit haben, 24 Ganztagsplätze anzubieten und Kinder unter 3 Jahre aufzunehmen. Das Team der Tagesstätte hat sich hier sehr viel Mühe mit neuen Konzeptionen in der täglichen Arbeit und auch kleineren notwendigen baulichen Maßnahmen gemacht. Hierfür bedanke ich mich noch einmal ausdrücklich, auch für das Engagement, das viele Eltern dabei gezeigt haben.
Leider mussten wir aber auch im letzten Jahr im Kinderhaus wieder Einbrüche mit erheblichen Schäden registrieren. In diesem Zusammenhang und auch wegen weiterer Sachbeschädigungen an gemeindlichen Einrichtungen bitte ich nochmals alle Einwohner, aufmerksam zu sein und sich auch nicht zu scheuen, vorhandene Kenntnisse, die zur Ermittlung der Täter führen können, mitzuteilen. Denn letztlich zahlen wir alle dafür.

Auch bei der Verschönerung des Umfelds unseres Rathauses haben wir Fortschritte gemacht. Die Scheune ist neu verputzt und das Dach zum Teil erneuert worden. Der Anblick soll noch aufgewertet werden, indem Reben an die Scheunenwand gepflanzt werden. Im Laufe des Jahres können wir in der Scheune auch unseren Vereinen jetzt Raum zur Lagerung von Materialien bieten.
Für 2008 sind Mittel im Haushalt eingestellt, um den Hof fertig zu pflastern.

Viel passiert ist 2007 auf dem Spielplatz im Setzling. Nach intensiven Beratungen im zuständigen Ausschuss und Vorbereitungen in einem Unterausschuss wurden auf Beschluss des Gemeinderates neue Spielgeräte gekauft. Hier noch mal mein Dank an die Freie Bürgerliste, die die Kosten für ein Spielgerät in Höhe von 2000 Euro übernommen hat.
Im Juni wurden dann in einer Bürgeraktion die neuen Geräte fachmännisch aufgebaut. Ich bedanke mich von dieser Stelle aus noch mal bei allen Helfern, die daran teilgenommen haben.

Bei zwei Personen möchte ich mich aber doch besonders bedanken: Zum einen bei Frau Sylvia Wolff. Sie hat sich bei der Anschaffung der Spielgeräte intensiv um günstige Konditionen bemüht, mit den verschiedenen Herstellern verhandelt und sich auch um die Lieferung gekümmert. Auch hat sie die Aktion zum Aufstellen der Geräte maßgeblich vorbereitet und mich damit sehr unterstützt.
Liebe Sylvia, herzlichen Dank dafür.

Die zweite Person ist Herr Wilhelm Schneider. Er hat zusammen mit Herrn Engel vorher die Aufstellungspläne genau studiert, sodass beim Arbeitseinsatz keine unnötigen Wartezeiten entstanden sind und die Bauaufsicht geführt.

Außerdem hat er zusammen mit Herrn Engel die Kirchtreppe wieder gerichtet und schadhafte Stellen ausgebessert.
Lieber Wilhelm, auch dir herzlichen Dank.

Diese 2 Personen stehen für viele andere Helfer, die im vergangenen Jahr ebenfalls ehrenamtlich für die Gemeinde tätig waren und bei denen ich mich ebenfalls ganz herzlich bedanken möchte.
Stellvertretend dafür nenne ich dieses Jahr Horst Paschke, der regelmäßig die Rosenbeete an der Waage und vor dem Rathaus pflegt.
Lieber Horst vielen Dank dafür.

Auch die weitere Verwendung des Geländes des ehemaligen Munitionsdepots, von mir beim letzten Neujahrsempfang noch als sehr problematisch angesprochen, konnte im vergangenen Jahr auf sehr erfreuliche Weise geregelt werden. Es hat sich ein Käufer für das ursprünglich der Bundesanstalt für Immobilien gehörende Gelände gefunden, der den gesamten Bereich betrieblich ohne jegliche Umweltbeeinträchtigungen nutzen und dazu noch Arbeitsplätze schaffen wird.
Dazu hat der Ortsgemeinderat im Sommer dann einen Vorhaben bezogenen Bebauungsplan für dieses Gelände aufgestellt, da dieses bislang auf der Landkarte nur als Waldgebiet zu erkennen war.
Ich bin froh, dass wir hier so schnell handeln konnten und diese Fläche, nicht wie andere Konversionsflächen, als Schandfleck endete.

Der Betrieb unseres Freibades war 2007 wegen des unbeständigen Wetters beeinträchtigt, was sich natürlich auch auf die Einnahmen auswirkte. Aber ansonsten lief der Betrieb mit neuem Pächter und neuer Schwimmmeisterin einwandfrei und ich denke, dass wir 2008 mit dem gleichen Team beruhigt in die Saison starten können. Ich möchte mich auch noch einmal bei der Fa. Kull aus Bingen in Person von Clemens Schmitt für die Zurverfügungstellung der Küche und deren Einbau bedanken. Das war eine riesige Entlastung für die Ortsgemeinde.

Für dieses Jahr hat sich der Schwimmbadförderverein zum Ziel gesetzt, den Zaun rund um die Freibadanlage zu erneuern. Die Ortsgemeinde wird dieses Vorhaben durch einen Zuschuss unterstützen.
An dieser Stelle möchte ich nochmals alle Bürger, denen unser Bad am Herzen liegt, bitten, sich hier aktiv einzubringen und den Förderverein bei seinen Aktionen zu unterstützen. Es ist eine aufwändige Arbeit und viele Hände können viel erreichen. Denn alles, was hier getan wird, trägt zur Fortentwicklung unseres Bades bei und entlastet die Gemeinde.

Doch es gab auch Rückschläge. So wurde im September leider das Lädchen geschlossen. Unsere Bürger hatten sich gut daran gewöhnt und es wurde gut angenommen. Ich habe in umliegenden Märkten gefragt, ob es nicht möglich sei, das Lädchen von dort mitzubetreuen, aber das finanzielle Risiko wurde als zu groß angesehen.

So kann man nur hoffen, dass sich doch noch jemand findet, der der bereit ist, es hier in Windesheim noch mal mit einem Lebensmittelgeschäft zu versuchen. Auch ich werde mich hier weiter bemühen, eine Lösung zu finden.

Personelle Wechsel gab es 2007 im Gemeinderat. So haben Peter Schuh und Joachim May aus beruflichen bzw. gesundheitlichen Gründen ihr Amt bzw. Mandat abgegeben. Nochmals vielen Dank für die geleistete Arbeit und alles Gute für die Zukunft. Den Nachfolgern Ursula Kohlhaas und Fritz Herdt wünsche ich viel Geschick bei ihrer Tätigkeit

Weiter positiv entwickelt haben sich die Finanzen der Gemeinde. „Große Sprünge“ können wir zwar weiterhin nicht machen, aber doch einigermaßen optimistisch in die Zukunft blicken.
Der Haushaltsplan für 2008 ist im Dezember im Ortsgemeinderat verabschiedet worden. Nachdem schon das jetzt abgelaufene Haushaltsjahr 2007 mit einem wahrscheinlichen Überschuss von über 100.000 Euro abschließen wird, sind auch die Zahlen, die sich aus dem Plan für 2008 ergeben, sehr erfreulich. Dies ist eine Bestätigung für eine solide Haushaltsführung und auch dafür, dass es der richtige Weg war die laufenden Darlehen zu tilgen, so dass wir jetzt im Verwaltungshaushalt mehr Spielraum haben, um unseren Aufgaben besser gerecht zu werden.
Vor allem werden wir auch im kommenden Jahr weiter in unsere Liegenschaften investieren und noch einen Betrag der Rücklage zuführen können.

So soll die Römerberghalle wärmegedämmt werden, um hier in Folge Energiekosten einzusparen.

Für den Friedhof haben wir mehrere Maßnahmen geplant. Unter anderem muss die Mauer auf der Kreuznacher Straßenseite unterhalb des Tores teilweise erneuert werden. Weiterhin ist eine neue Wasserentnahmestelle in der Nähe der Urnengräber zu bauen und nach Beratung im Friedhofsausschuss werden die Lebensbäume, die prägend für den Friedhof sind, eingekürzt, so dass wir sie noch einige Jahre erhalten können.

Das größte Thema, das uns 2008 und wohl auch noch die Jahre danach beschäftigen wird, ist die Reaktivierung der Hunsrückbahn. Wir sind dabei in Windesheim wegen der Kreuzung zweier überregionaler Straßen in unmittelbarer Nähe der Bahnübergänge im Ort in einer besonders schwierigen Situation. Denn nach Inbetriebnahme der Bahn sind durch den Rückstau der Kraftfahrzeuge bei geschlossenen Schranken erhebliche Lärm- und Abgasbelästigungen zu befürchten.

Von Seiten der Ortsgemeinde werden wir zu allen uns und unsere Bürger betreffenden Dingen einen konkreten Katalog erarbeiten, der unsere Forderungen und Ansprüche beinhaltet.
Für den 23. Februar ist eine Fahrt zu einer anderen Zugstrecke, auf der ähnliche Züge fahren, wie sie hier geplant sind, vorgesehen. Die Fahrt ist im Mitteilungsblatt angekündigt und Interessenten können sich bei der Verbandsgemeindeverwaltung anmelden bis spätestens 18. Februar.

Doch dieser durch die Aktivierung der Bahn entstehenden Herausforderung werden wir uns, wie auch allem anderen, was die Gemeinde in diesem Jahr beschäftigen wird, mit Sorgfalt und Energie annehmen, um das Beste für unser Dorf zu erreichen. Dabei hoffe ich auch auf aktive Unterschützung aus der Bevölkerung.

Ich wünsche uns allen in Windesheim viel Erfolg und Gesundheit für das vor uns liegende Jahr. Darauf, dass all das eintritt, was wir uns für 2008 erhoffen, lasst uns nunmehr unser Glas erheben.
 


Ehrungsrede von Ortsbürgermeisterin Claudia Kuntze bei der Verleihung der Ehrennadel der Ortsgemeinde Windesheim an Werner Daudistel am 6. Januar 2008

Meine verehrten Damen und Herren!

Nach einem Jahr Pause habe ich beim diesjährigen Neujahrsempfang wieder die Ehre, einen verdienten Mitbürger mit der Ehrennadel unserer Gemeinde auszuzeichnen.

Und ausgewählt für die Ehrung wurde Werner Daudistel, der langjährige Wehrführer unserer Feuerwehr, den ich zusammen mit seiner Gattin heute hier herzlich begrüße.

Und gleichzeitig soll diese Ehrung auch Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung sein, welche dem Einsatz und der Arbeit aller Menschen, die sich in unserer Feuerwehr engagieren, zu zollen sind.

Als die „früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative" hat der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Feuerwehren einmal bezeichnet.
Das trifft natürlich auch auf die Freiwillige Feuerwehr hier in Windesheim zu.
Wie - so frage ich mich manchmal - wäre es um unser Gemeinwesen beschaffen, wenn es keine Freiwilligen Feuerwehren mehr gäbe.
Und einer derjenigen, der sich seit vielen Jahren bis zum heutigen Tage hier engagiert, ist unser Werner Daudistel.

Geboren wurde er 1946 in Windesheim als jüngeres von 2 Kindern und wuchs dort im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb auf. Nach dem Schulabschluss 1961 begann er eine Lehre als Elektroinstallateur bei der Windesheimer Firma Starick und blieb der Firma und ihren Rechtsnachfolgern über 47 ½ Jahr bis heute treu.

1973 heiratete er seine Frau Erika und aus der Ehe gingen 2 Töchter hervor.

Lange Jahre war er eine wichtige Stütze der 1. Mannschaft des VfL Windesheim, unter anderem auch in der tollen Meistermannschaft des Jahres 1970, und bekleidete auch 12 Jahre ein Vorstandsamt im VfL.

Doch sein Hauptengagement und seine Liebe gehörte und gehört der Feuerwehr. Dort trat er 1969 ein und wurde nach der Absolvierung verschiedener Lehrgänge und Schulen bereits 1972 stellvertretender Wehrführer. 1980 wählten ihn dann die Kameraden zum Wehrführer und dieses Amt hatte er bis zu seinem aus Altersgründen bedingten Ausscheiden Anfang 2007 inne. Aber er war in dieser Zeit nicht einfach nur Wehrführer, sondern Antriebskraft und Vorbild für viele, was sich nicht zuletzt auch bis heute in der – auch im Vergleich zu vielen anderen Gemeinden – erfreulich hohen Mannschaftsstärke von gegenwärtig 26 Aktiven zeigt. Dazu trägt auch die Jugendfeuerwehr bei, die er 1993 mitgründete und die zur Zeit 21 Mitglieder hat. Dazu initiierte er auch die Gründung des Fördervereins, der die Arbeit unserer Wehr dankenswerterweise unterstützt.

Viel wurde während seiner Amtszeit unter seiner Regie auch am und im Feuerwehrhaus gebaut und erweitert und dabei – abgesehen von gelegentlichen Zuschüssen der Ortsgemeinde- aus der Feuerwehrkasse bezahlt. Dabei war es selbstverständlich, dass er hier kräftig mit „Hand anlegte“.

Und er war auch sozusagen eine Institution im Dorf. Schon bei meiner Rede zu seinem Abschied im Amt im vergangenen Jahr habe ich ausgeführt, dass es in Windesheim viele Jahre lang nicht umsonst hieß: „Ruf den Daudistel an!“, wenn die Feuerwehr gebraucht wurde. Das zeigt mehr als große Worte, welche Wertschätzung ihm zuteil wurde.
Und das für eine Tätigkeit, die ihn und seine Kameraden oft genug seelisch stark belastete und sich dadurch - neben dem Dienst für die Allgemeinheit – doch erheblich von der üblichen Vereinstätigkeit unterscheidet.

Zwar blieb unser Ort in seiner Amtszeit von ganz großen Brandkatastrophen verschont, doch es gab leider nicht wenige Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang, bei denen ein Feuerwehreinsatz notwendig war und wobei die Einsatzkräfte mit großem menschlichen Leid konfrontiert wurden.

Da ist es immer gut, wenn man Rückhalt bei seiner Ehefrau und seiner Familie hat, wobei ich bei dieser Gelegenheit auch Frau Erika Daudistel meinen Dank aussprechen möchte für ihre starke Unterstützung der Tätigkeit ihres Mannes. Überdies bleibt die Familie Daudistel ja auch in Person der Tochter Yvonne aktiv und eng mit der Feuerwehr verbunden.

Und er selbst ist auch nach seinem offiziellen Ausscheiden doch noch Teil seiner Wehr und bringt sich dort weiterhin tatkräftig ein.

Wie hoch die Aktivität von Werner Daudistel in der Feuerwehr auch über den Ort hinaus geschätzt wurde, zeigen die vielen ihm verliehenen Auszeichnungen, wie das silberne und goldene Feuerwehrabzeichen des Landes Rheinland-Pfalz, das Ehrenkreuz des Landes und silberne Ehrenkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Und da kann sich die heutige Ehrung dem nur anschließen.

Lasst uns daher das Glas auf Werner Daudistel heben und ihm und uns wünschen, dass er noch viele Jahre uns und unserer Feuerwehr erhalten bleibt.
 


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Donnerstag von 10:00 - 11:00 Uhr
jeweils im Rathaus, Kreuznacher Straße

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